75 Jahre Ordination von Frauen

Veröffentlicht am Mi., 3. Apr. 2019 16:10 Uhr
Gemeindeleben

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

An der Theologischen Fakultät der Humboldt- Universität zu Berlin (HU) legte 1920 Ilse Kersten als erste Frau das theologische Fakultätsexamen in Deutschland ab. „Danach hat es – bis auf wenige Ausnahmen im Zweiten Weltkrieg – weitere Jahrzehnte gedauert, bis Frauen ins volle Pfarramt ordiniert wurden. Die volle Gleichstellung von Männern und Frauen beschloss unsere Kirche erst 1974“ (Bischof Dröge).

Die Vikarinnen Ilse Härter und Hannelotte Reiffen wurden 1943 durch Präses Kurt Scharf in Sachsenhausen zum geistlichen Amt ordiniert. Diese Ordinationen waren die ersten und für lange Zeit die einzigen vollgültigen von Frauen in Deutschland. Weltweit betrachtet stellt die Ordination oder Weihe von Frauen zum geistlichen Amt heute immer noch eine Ausnahme dar. Immerhin akzeptieren inzwischen mehr als 80 Prozent aller im Lutherischen Weltbund vereinigten Kirchen die Ordination von Frauen ins Pfarramt.

In einem Gottesdienst um 14.00 Uhr in der Marienkirche wird das Jubiläum der ersten Frauen- ordination 1943 gefeiert sowie die verschiedenen Wege von Theologinnen bis zur und nach der recht- lichen Gleichstellung Anfang der Siebzigerjahre bedacht. Mit Bischof Dr. Markus Dröge, Pfarrerin Cordula Machoni u.a.

Im Rahmen des Projekts „Würdigung und Aufarbei- tung der Geschichte der Ordination von Frauen auf dem Gebiet der heutigen Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz“ entstand die Ausstellung „Vorgängerinnen. Der Weg von Frauen in das geistliche Amt“, die am 30.04. in einem Festakt in der Parochialkirche 16:00-18:00 Uhr eröffnet wird.


30.04.2019

14:00 Uhr: Gottesdienst in der St. Marien-Kirche,

Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin

(U/S Alexanderplatz, Bus TXL, 100, 200)


16:00: Ausstellungseröffnung in der Parochialkirche,

Klosterstraße 66, 10179 Berlin (U Klosterstraße)


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